BLANK | 01.04.-30.04.

Genau genommen müsste die Beschreibung der Ausstellung offen bleiben, unbeschrieben sein – im weiten Sinne also nicht anfangen und nicht enden. Im engen Sinne steht „BLANK“ für den Raum und die Freiheit, die die in Köln lebende Künstlerin JESSICA KELLERSHOFEN dem Betrachter ihrer Arbeiten überlassen möchte. Das verbindende Element der Ausstellung bildet die Frau frei von jeder Wertung und Bewertung. Mit schwarz-weiß Fotografien aus der Beobachterperspektive und fast lauten Sprayart-Porträts lädt die in Landmann-31 gezeigte Ausstellung ein, sich ganz der Frau hinzugeben.

Landmann-31
BLANK // Jessica Kellershofen // 2017

Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, den 1. April wird die Künstlerin von 18 bis 20 Uhr anwesend sein und dem Besucher die Möglichkeit geben, mit ihr in Dialog zu treten.

Seit 2013 arbeitet Kellershofen an ihrer Serie „Stencil Art“. Für diese Sprayart-Porträts bekannter Persönlichkeiten schneidet sie in filigraner Hingabe eigenhändisch die Schablone aus. Das fertige Werk nimmt sie mit auf die Reise, auf der sich Werk und Motiv begegnen und so finden sich in der Serie schon Porträts gegengezeichnet von Colin Firth über Emma Thompson bis hin zu Meryl Streep.

Zur diesjährigen Ausstellung „BLANK“ stellt Kellershofen erstmalig in Landmann-31 aus.

Ausstellungsdauer:
01.04. bis 30.04.2017, täglich von 10 – 22 Uhr

Mehr über Jessica Kellershofen hier

Veröffentlicht in Apr

Geständnis | 20.12.-28.03.

Tod, Folter und Krieg sind Worte, die menschliche Grausamkeiten beschreiben, menschliche Grausamkeiten die auch von Regierungen begangen und dokumentiert wurden. Durch veröffent­lichte CIA-Dokumente wurden die Foltertechniken aufgedeckt, unter denen in Guantánamo Häftlinge Geständnisse abgegeben habe. Ein Skandal, mit dem sich die amerikanische Konzeptionskünstlerin Jenny Holzer detailliert auf der Faktenebene auseinandergesetzt hat.

„Ich habe mich gefragt, was im Kopf dieser Menschen vorgeht. Bei manchen Dokumenten sind nur wenige Sätze nicht geschwärzt worden. Zum Beispiel Anweisungen, wie lange einem Inhaftierten der Schlaf entzogen werden darf. Manchmal steht auch nur noch „Waterboard“ da. Wer zensiert ein Dokument und lässt dieses Wort stehen?“

Auf den in der aktuellen Ausstellung gezeigten Arbeiten, die auf offiziellen Dokumenten zum Irakkrieg basieren, dominieren schwarzen Balken und unkenntlich gemachte Anmerkungen. Die wenigen sichtbaren Textfragmente lassen erahnen, dass hier menschliche Abgründe geschwärzt wurden. Auf einigen der Werke sind zwischen der Verdunkelung durch die Zensur gerade noch die Worte „Waterboard“ oder „Top Secret“ zu entziffern, andere sehen aus, als hätten sich die Informationskontrolleure an der Reproduktion von Kasimir Malewitschs „Schwarzem Quadrat“ versucht.

Jenny Holzer - Geständnis
Geständnis // Jenny Holzer // 2016

Info zum „Waterboarding“
Das Waterboarding gehört zu den nach dem Anschlag 9/11 durch US-Präsident George W. Bush zugelassenen enhanced interrogation techniques (deutsch etwa: erweiterte oder verschärfte Verhörtechniken) des CIA. Der Gefangenen liegt gefesselt während ein Tuch über das Gesicht gelegt wird, das Mund und Nase abdeckt. Während ca. 20 – 40 Sekunden wird über dieses Tuch kontinuierlich Wasser gegossen, so dass sich für den fixierten, bewegungsunfähigen Gefangenen die panische Wahrnehmung des Ertrinkens einstellt.

Ausstellungsdauer:
20.12.2016 bis 29.03.2017, täglich von 10 – 22 Uhr

Mehr über Jenny Holzer hier

Projektatlas Federfreu(n)de | 29.10.-14.12.

Mit Federn, Vogelkasten und Hühnerfuß – Materialien, die uns leicht wie lebendig und zugleich morbide erscheinen – zeigt der in Köln lebende Künstler KLAUS SCHAEFER Einblicke in seine Projektreihe „Federfreu(n)de“.

Die Besonderheit hierbei besteht darin, dass im Rahmen dieser Ausstellung von einer klassischen Werkpräsentation Abstand genommen wird. Vielmehr wurde eine Installation vorgenommen, die dem Betrachter die Möglichkeit gibt, die einzelnen Projektabschnitte und Entstehungsprozesse eines Kunstwerkes direkte nachzuvollziehen. Schaefer stellt dafür umfangreiches Material an Skizzen und Entwürfen sowie Studien, die für eine eigentliche Ausstellung nicht vorgesehen sind, zur Verfügung.

Durch dieses Konzept bietet sich dem Betrachter eine Gelegenheit, Kunst auf eine Weise mit- bzw. zu erleben wie es sonst nur selten möglich ist, nämlich direkt in ihrer Entstehung.

Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, den 29. Oktober wird der Künstler von 12 bis 14 Uhr anwesend sein und dem Besucher die Möglichkeit geben, mit ihm in Dialog zu treten.

Seit Mitte 2014 arbeitet Schaefer an seinem Projekt „Federfreu(n)de“, welches die Darstellung von Vogelmotiven im Bereich Tuschezeichnungen und so genannten oneline-Grafiken beinhaltet.

Zur derzeitigen Ausstellung „Projektatlas – Federfreu(n)de“ stellt Schaefer bereits das zweite Mal in Landmann-31 aus.

Ausstellungsdauer:
29.10. bis 14.12.2016, täglich von 10 – 22 Uhr

Mehr über Klaus Schaefer hier

Mehr zum Projekt „Federfreu(n)de“: http://www.federfreun.de/

Veröffentlicht in Okt