Geständnis | 20.12.-28.03.

Tod, Folter und Krieg sind Worte, die menschliche Grausamkeiten beschreiben, menschliche Grausamkeiten die auch von Regierungen begangen und dokumentiert wurden. Durch veröffent­lichte CIA-Dokumente wurden die Foltertechniken aufgedeckt, unter denen in Guantánamo Häftlinge Geständnisse abgegeben habe. Ein Skandal, mit dem sich die amerikanische Konzeptionskünstlerin Jenny Holzer detailliert auf der Faktenebene auseinandergesetzt hat.

„Ich habe mich gefragt, was im Kopf dieser Menschen vorgeht. Bei manchen Dokumenten sind nur wenige Sätze nicht geschwärzt worden. Zum Beispiel Anweisungen, wie lange einem Inhaftierten der Schlaf entzogen werden darf. Manchmal steht auch nur noch „Waterboard“ da. Wer zensiert ein Dokument und lässt dieses Wort stehen?“

Auf den in der aktuellen Ausstellung gezeigten Arbeiten, die auf offiziellen Dokumenten zum Irakkrieg basieren, dominieren schwarzen Balken und unkenntlich gemachte Anmerkungen. Die wenigen sichtbaren Textfragmente lassen erahnen, dass hier menschliche Abgründe geschwärzt wurden. Auf einigen der Werke sind zwischen der Verdunkelung durch die Zensur gerade noch die Worte „Waterboard“ oder „Top Secret“ zu entziffern, andere sehen aus, als hätten sich die Informationskontrolleure an der Reproduktion von Kasimir Malewitschs „Schwarzem Quadrat“ versucht.

Jenny Holzer - Geständnis
Geständnis // Jenny Holzer // 2016

Info zum „Waterboarding“
Das Waterboarding gehört zu den nach dem Anschlag 9/11 durch US-Präsident George W. Bush zugelassenen enhanced interrogation techniques (deutsch etwa: erweiterte oder verschärfte Verhörtechniken) des CIA. Der Gefangenen liegt gefesselt während ein Tuch über das Gesicht gelegt wird, das Mund und Nase abdeckt. Während ca. 20 – 40 Sekunden wird über dieses Tuch kontinuierlich Wasser gegossen, so dass sich für den fixierten, bewegungsunfähigen Gefangenen die panische Wahrnehmung des Ertrinkens einstellt.

Ausstellungsdauer:
20.12.2016 bis 29.03.2017, täglich von 10 – 22 Uhr

Mehr über Jenny Holzer hier

Projektatlas Federfreu(n)de | 29.10.-14.12.

Mit Federn, Vogelkasten und Hühnerfuß – Materialien, die uns leicht wie lebendig und zugleich morbide erscheinen – zeigt der in Köln lebende Künstler KLAUS SCHAEFER Einblicke in seine Projektreihe „Federfreu(n)de“.

Die Besonderheit hierbei besteht darin, dass im Rahmen dieser Ausstellung von einer klassischen Werkpräsentation Abstand genommen wird. Vielmehr wurde eine Installation vorgenommen, die dem Betrachter die Möglichkeit gibt, die einzelnen Projektabschnitte und Entstehungsprozesse eines Kunstwerkes direkte nachzuvollziehen. Schaefer stellt dafür umfangreiches Material an Skizzen und Entwürfen sowie Studien, die für eine eigentliche Ausstellung nicht vorgesehen sind, zur Verfügung.

Durch dieses Konzept bietet sich dem Betrachter eine Gelegenheit, Kunst auf eine Weise mit- bzw. zu erleben wie es sonst nur selten möglich ist, nämlich direkt in ihrer Entstehung.

Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, den 29. Oktober wird der Künstler von 12 bis 14 Uhr anwesend sein und dem Besucher die Möglichkeit geben, mit ihm in Dialog zu treten.

Seit Mitte 2014 arbeitet Schaefer an seinem Projekt „Federfreu(n)de“, welches die Darstellung von Vogelmotiven im Bereich Tuschezeichnungen und so genannten oneline-Grafiken beinhaltet.

Zur derzeitigen Ausstellung „Projektatlas – Federfreu(n)de“ stellt Schaefer bereits das zweite Mal in Landmann-31 aus.

Ausstellungsdauer:
29.10. bis 14.12.2016, täglich von 10 – 22 Uhr

Mehr über Klaus Schaefer hier

Mehr zum Projekt „Federfreu(n)de“: http://www.federfreun.de/

Veröffentlicht in Okt

TangóPolis 2016 | ab 05.11.

„Tango ist eine Herzensangelegenheit. Wer sich wirklich auf ihn einlässt, ist nie fertig damit. Und Tango ist im Fluss. Er verändert sich durch die, die ihn tanzen. Auch wenn sein Gesicht sich im Laufe der Jahrzehnte gewandelt hat, – seine Seele, die Sehnsucht und seine großen Themen Nähe – Distanz, Dominanz – Hingabe, Männlich – Weiblich sind zeitlos.“ – Christiane Solf –

In der Ausstellung TangóPolis 2016 präsentiert der argentinische Fotograf Pablo Maino atmosphärische Fotografien aus seiner Tango-Serie.

Pablo Maino, geboren in Buenos Aires, fotografiert seit mehr als fünfzehn Jahren. In der Psychologie kreuzte ein Thema sein Leben, welches für ihn den Ursprung bildete: Semiotik. Hier studierte er die Sprache der Fotografie, später studierte er Fotografie an der „EFC Andy Goldstein“ in Buenos Aires und vertiefte seine Fähigkeiten durch weitere Seminare und Workshops. Heute ist er Dozent für Fotografie verschiedenster Ausbildungsniveaus und arbeitet als Assistent an der Schule für kreative Fotografie „EFC Andy Goldstein“.

Ausstellungsort:

La Pista,
Dasselstr. 75 in Köln
http://www.lapista.koeln/

geöffnet Mittwoch und Samstag von 20:00 bis 00:00 Uhr

Zur Vernissage am 05.11.2016 um 20 Uhr  ist der Salon auch für kunstinteressierte Nichttänzer geöffnet. Eine ganz besondere Gelegenheit, den Tango mit allen Sinnen zu genießen.
Während des Abends wird DJ Bachar Tangouno mit wunderbaren Tandas durch den Abend begleiten.

mehr zum Künstler: http://www.bapablofoto.wordpress.com